Mit Kunst gegen die Deponie

Samtgemeinde und Bürgerinitiativen veranstalten großes Kunst- und Kulturfest am Weißenberg.
 

DRIFTSETHE. Jetzt wird auch mit Kunst gegen die geplante Bauschuttdeponie in Driftsethe-Weißenberg vorgegangen. Die Samtgemeindeverwaltung und die beiden Bürgerinitiativen „Mut“ (Mit us tosamen) und „Driftsethe gegen Deponien“ planen ein großes Kunst- und Kulturfest am 27. August am Weißenberg. Das Motto: „Natur muss Natur bleiben, Kunst statt Giftmüll.“

Bunte Schmetterlinge aus Sperrholz haben die Kinder des Driftsether Kindergartens „Rappelkiste“ angefertigt. Sie werden zum Kunst- und Kulturfest in die Bäume am historischen Torfweg entlang der Sandgrube Freimuth gehängt. Foto pr

Viele regionale Künstler haben bereits ihre Beteiligung an der Veranstaltung zugesagt, schildert Karla Mombeck von der Bürgerinitiative „Mut“. Aber auch die Driftsether Kinder greifen dafür gerne zum Pinsel. „Nicht nur die Erwachsenen bereiten das Kunst- und Kulturfest am Weißenberg vor, auch die Kinder machen mit“, freut sich Mombeck über eine Aktion des Driftsether Kindergartens „Rappelkiste“.

In der Scheune der Familie Eisenbeiss hatten 19 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren 25 Schmetterlinge aus Sperrholz kreativ bemalt. Sie wollen mit ihrer Aktion zum Fest am Weißenberg beitragen, das am 27. August ab 16 Uhr entlang der Straße „Auf der Horst“ und im angrenzenden Wald stattfindet. Die Schmetterlinge sollen in die Bäume des gerade wieder erschlossenen historischen Torfweges entlang der Sandgrube Freimuth gehängt werden.

Gedichtspfad durch Wald
Namhafte Künstler aus der Region wie Rainer Strüter, Heinz Glaasker, Reiner Madena, Brigitte Böhm, Peter K. F. Krüger und Ina Breden werden während des Festes Skulpturen und Installationen im Wald entstehen lassen oder Bilder malen. Einige laden dabei junge wie auch ältere Besucher zum Mitmachen ein. Geplant ist bereits ein Mobile aus historischen Fotos vom Weißenberg, das in die Bäume gehängt werden soll. Hinzu kommt ein „Gedichtspfad“ durch den Wald, für den einzelne Stämme mit Lyrik versehen werden. Zur musikalischen Unterhaltung streifen Musiker mit Posaune, Querflöte oder Gitarre durch das Gelände. Es gibt ein Kinder-Kunstprogramm, und vieles mehr wird zu sehen und zu hören sein.

„Das wird ein Fest mit einer ganz besonderen Atmosphäre“, sagt Susanne Kosuch von der Bürgerinitiative „Driftsethe gegen Deponien“. Alle Akteure seien mit „viel Herzblut“ bei der Sache, denn schließlich gehe es um die Bewahrung der Natur- und Kulturschätze in der einzigartigen Landschaft am Driftsether Weißenberg.

Dafür werden auch Samtgemeindebürgermeisterin Susanne Puvogel (SPD), die Fraktionsvorsitzenden Udo Allmers (CDU) und Leo Mahler (SPD) sowie der Driftsether Bürgermeister Heiner Schöne (WG) neben weiteren Vertretern des Aktionsbündnisses für den Erhalt des Weißenbergs zu Künstlern: Am 17. August werden sie im Rathaus unter Anleitung der Worpsweder Künstlerin Eva Brexendorf ein Kunstwerk gestalten. Wie das Gemeinschaftskunstwerk aussehen wird, können die Besucher ebenfalls am 27. August erleben.

Quelle: NORDSEE-ZEITUNG vom 22.07.2011 (tfs)

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