Kultur kontra Giftmüll

Künstler und Driftsether Bürger veranstalten am Weißenberg in Driftsethe ein Fest

Kultur-kontra-GiftmuellDRIFTSETHE. „Natur muss Natur bleiben, Kunst statt Giftmüll“ – unter diesem Motto findet am Sonnabend, 27. August, ab 16 Uhr ein großes Kunst- und Kulturfest am Weißenberg in Driftsethe statt. Dort, wo ein Unternehmer eine Bauschuttdeponie plant und Politik, Verwaltung und Bürgerinitiativen dies verhindern wollen.

Entlang der Straße „Auf der Horst“ und im angrenzenden Wald werden namhafte Künstler aus der Region wie Reiner Madena, Brigitte Böhm, Peter K. F. Krüger, Rainer Strüter, Anke Rozehnal, Hermann Brandt, Waldemar Grazewicz, Heidemarie Rothe oder Ina Breden ihre Skulpturen, Installationen oder Bilder inmitten der Landschaft drapieren.

Musiker werden mit Posaunen, Flöten und Gitarre durch das Gelände streifen. Im Wald können die Besucher den sagenhaften Geschichten über den Weißenberg und ihren Bewohnern lauschen. Staunen werden die Besucher über außergewöhnliche Schmetterlinge in den Bäumen entlang der ausgebeuteten Sandgrube, deren geplante Nachnutzung zu Interessenskonflikten führte. Die Kinder aus dem Driftsether Kindergarten Rappelkiste haben die ausgesägten, großen Umrissformen bunt bemalt.

Kultur-kontra-Giftmuell

Von links: Heiner Schöne, Claudia Schnars, Jürgen Grundmann, Udo Allmers, Susanne Kosuch, Karla Mombeck, Leo Mahler und Eva Brexendorf schufen ein gemeinsames Ölgemälde, das auf dem Kunst- und Kulturfest verlost wird. FOTO: Luise Bär

Ein weiterer Höhepunkt wird die amerikanische Versteigerung zweier Ölgemälde der Worpsweder Künstlerin Eva Brexendorf sein. Ein drittes Ölgemälde wird verlost. Dieses wurde in einer gemeinsamen Malaktion mit der Künstlerin und den Mitgliedern des Arbeitskreises „Schatzgrube“ gefertigt.

Pro naturnahen Tourismus
Der Arbeitskreis setzt sich aus Vertretern der im Rat vertretenden Fraktionen, Verwaltung und Bürgerinitiativen (BI) zusammen, die in der Sache Weißenberger Deponie an einem Strang ziehen. Einstimmig wurde bereits ein Flächennutzungsplan aufgestellt, der auf naturnahen Freizeit- Tourismus ausgerichtet ist. Ganz im Sinne der Gemeinde Driftsethe und der Bürgerinitiativen, die das Gelände am Weißenberg seit Bekanntwerden der Deponiepläne zunehmend für ihre Pläne herrichten.

Eine Reihe von Stelltafeln weist auf Natur- und Kulturschätze in der einzigartigen Landschaft an der Abbruchkante zum Urstromtal der Weser hin. Für das beliebte Geo-Caching (elektronische Schnitzeljagd) werden demnächst die „Schätze“ versteckt und der gerade wieder erschlossene Torfweg in Richtung Kassebruch-Grienenbergsmoor wird auf dem Fest offiziell freigegeben. „Die Driftsether haben diesen historischen Weg im Frühjahr freigelegt und wir haben nun noch zwei Informationstafeln über die Geschichte dieses Weges und über den Torfabbau erarbeitet und aufgestellt“, erläutert Claudia Schnars (BI Driftsethe- gegen-die Bauschuttdeponie).

Für Jung und Alt wird es darüber hinaus viele Mitmach-Aktionen auf dem Kunst- und Kulturfest geben, mit Grill- und Getränkewagen wird für eine gute Verpflegung gesorgt. „Schön wäre es, wenn die Besucher in einer großen Sternfahrt mit Fahrrädern den Weißenberg ansteuern würden“, wünscht sich Karla Mombeck von der BI M.U.T., „das würde gut zu dem Fest am Waldrand und im Wald passen“.

Die Vorbereitungen sind angelaufen, „das wird ein Fest mit einer ganz besonderen Atmosphäre“, ist sich Susanne Kosuch (BI Driftsethe-gegen-Deponien) sicher. Nun hoffen Initiatoren und Akteure auf gutes Wetter und viele Besucher. Weitere Informationen im Internet unter www.kunst-und-kulturfest.de.

Quelle: OSTERHOLZER KREISBLATT vom 25.08.2011 (von Luise Bär)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.